Wenn Innovation auf Realität trifft: ADIC 2026 im MAKERSPACE

Zwei Tage, viele Ideen – und ein klarer Auftrag: machen statt nur reden. Von 28. bis 30. Jänner wurde Klagenfurt erneut zum Treffpunkt für Innovation im Defence-Bereich. Kern der Austrian Defence Innovation Conference (ADIC) war ein intensiver Hackathon, bei dem Teams im MAKERSPACE und im Lakeside Park gemeinsam an realen Herausforderungen rund um Sicherheit und Resilienz arbeiteten.

Zivil trifft Militär

Für Georg Kunovjanek von der Theresianischen Militärakademie war die ADIC vor allem eines: eine Chance für Austausch auf Augenhöhe. Die Militärakademie war heuer bereits zum zweiten Mal dabei – erstmals auch mit Studierenden des FH-Bachelorstudiengangs Militärische Führung.

„Für uns ist es ganz wichtig, dass wir unsere Studierenden mit Startups aus dem Defence-Bereich in Kontakt bringen, damit sie sich austauschen und ihre Erfahrungen teilen können“, so Kunovjanek. An beiden Tagen arbeiteten zivile und militärische Teilnehmer:innen gemeinsam an konkreten Aufgabenstellungen.

     

Sicherheit entsteht im Miteinander

Auch Unternehmer Peter Weidinger sieht die Stärke der ADIC vor allem im Zusammenspiel der unterschiedlichen Welten. Wissenschaft, Wirtschaft und Bundesheer müssten zusammenkommen, um Österreich langfristig resilienter zu machen – und genau das passiere hier.

„Ich freue mich, als Unternehmer Einblick zu bekommen, welche Aufgaben das Bundesheer hat und wo die Herausforderungen liegen“, sagt Weidinger. Besonders wertvoll sei für ihn der direkte Austausch mit Industrie, Startups und Forschung – denn Innovation entstehe nicht isoliert, sondern im Netzwerk.

Europa verändere sich, Österreich verändere sich – und Kärnten ist mittendrin. Für Weidinger ist die ADIC ein starkes Signal: Südösterreich etabliert sich zunehmend als Ort, „wo Innovation passiert, wo industrielle Kapazitäten gestärkt werden und wo Startups mit neuen Ideen Lösungen liefern können.“

Vom Whiteboard zur Werkbank

Dass ein Event wie die ADIC ausgerechnet im MAKERSPACE stattfindet, ist kein Zufall – sondern ein Konzept. Für René Cerne (Oberstleutnant des höheren militärfachlichen Dienstes), einen der zentralen Köpfe hinter der Konferenz, ist der Ort selbst Teil der Idee.

„Der Name sagt schon alles: Es geht ums Machen, ums Versuchen, ums Entwickeln von Dual-Use-Produkten für das Militär“, erklärt Cerne. Der MAKERSPACE sei ideal, weil hier nicht nur gedacht, sondern direkt gebaut werden könne: Prototypen entstehen in der Werkstatt – und können sofort getestet werden.

Hackathon für die Sicherheit von morgen

Ein zentrales Element der ADIC war auch heuer wieder der Hackathon. Im Fokus: gesellschaftliche Resilienz. Themen wie Cyberangriffe, Blackouts oder kritische Infrastruktur zeigen, wie verletzlich moderne Systeme sind – und wie wichtig es ist, vorbereitet zu sein.

„Sicherheit ist derzeit überall ein Thema. Wir sollten als österreichische Nation am selben Strang ziehen und die Resilienz der Bevölkerung stärken“, so Cerne. Ziel sei es, ein langfristiges Defence-Ökosystem aufzubauen – mit starken Partnerschaften zwischen Militär, Industrie, Wissenschaft und Startups, auch über nationale Grenzen hinaus.

Die ADIC 2026 hat einmal mehr gezeigt: Innovation entsteht nicht durch trockene Vorträge, sondern im Austausch, im Experimentieren, im gemeinsamen Tun.

Oder wie es im MAKERSPACE täglich gelebt wird: Nicht nur reden, sondern machen. Nicht nur planen, sondern Prototypen bauen. Nicht nur vernetzen, sondern umsetzen!

Die Gewinner:innen der ADIC 2026

Neben intensiven Arbeitsphasen und spannenden Diskussionen wurden bei der ADIC 2026 auch die besten Ideen ausgezeichnet: